Kooperation / TV Großengstingen und TSG – Reutlingen Behindertensportabteilung demonstrieren Integrationssport

Engstingen: Rasant und turbulent ging es am Montag in der Freibühlhalle in Großengstingen zu, als die weibliche C- Jugend des TVG und die Sportler der TSG – Reutlingen – Behindertensportabteilung bei einer gemeinsamen Trainingseinheit schwitzten.

ALBERT PUKALL

Von 2. – 8. Mai läuft in Baden –Württemberg die von Sozialministerium des Landes initiierte Integrationswoche mit dem Titel : "Mittendrin statt außen vor". Zielsetzung dieser Woche ist es, aufzuzeigen, wie das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen kann. Gleich dreimal in dieser Woche ist die große Behindertensportabteilung der TSG – Reutlingen im Einsatz. Neben dem Handballevent in Großengstingen, gibt es einen „Integrationsmarathon“ in Mengen und ein „Soundkarate“ in Reutlingen.

" Spiel ab !" "Hau drauf". "Hierher." "Hey Tor!" - Es ging flott her am Montag, als sich die Handballerinnen des TVG und die seit 14 Jahren mit dem TVG kooperierende Behindertensportabteilung der TSG unter der Leitung von Dr. Martin Sowa trafen. Jeden Montag trifft man sich in der Freibühlhalle beim Training. Immer wieder kommt es natürlich auch dort zu Begegnungen und Kontakten zwischen den junngen Handballerinnen und den Behindertensportler. Gerade die Integrationswoche gab nun den Verantwortlichen beider Gruppen, Yvonne Kopp und Dr. Martin Sowa, den Anstoß ein integratives Sportspiel durchzuführen. Das „Speedplay –Spiel“. Die Grundidee des Spiels, von M. Sowa erfunden, ist relativ einfach : Zwei Mannschaften stehen sich mit Schlägern, die als Schlagfläche eine luftgefüllte Kugel aufweisen, gegenüber und versuchen einen Softball an die gegenüberliegende Wand (Tor) zu schlagen. Jede Wandberührung des Balles zählt als Tor, abgewehrt werden darf der Ball mit allen Körperteilen. Durch die Reduzierung der Spielregeln und die Verwendung des weichen Balles, entwickelt sich bald ein schnelles Spiel, welches es Sportlern mit und ohne Behinderung erlaubt, gemeinsam in einer Mannschaft zu spielen und auf Torejagd zu gehen. Wer miterleben durfte, mit wie viel Freude junge und ältere Sportler zu Werke gingen und wer auch noch sah, wie begeistert die TSG -Sportler am Aufwärmtraining teilnahmen, der wünschte sich noch mehr integrative Sportangebote.

Vielleicht wird dies in Zukunft auch möglich, wenn Dr. Martin Sowa seine Vision eines sportintegrativen Netzwerkes Baden – Württemberg verwirklichen kann. Nähere Infos hierzu unter : www.martin-sowa.info